Cyclo-Cross: Favoritin Edda Bieberle wird deutsche U15-Meisterin

Das war ein Sieg mit Ansage. Edda Bieberle vom RSV Osterweddingen hat bei den deutschen Cyclo-Cross-Meisterschaften in München den Titel der U15-Schülerinnen gewonnen.

Als ungeschlagene Bundesliga-Gesamtsiegerin der aktuellen Cross-Saison setzte Edda auch dem Rennen im Olympiapark ihren Stempel auf.

Die Vorjahres-Dritte distanzierte die nächste Verfolgerin, Charlotte Späth (RSV Wanderlust Hofweier), um 34 Sekunden. Mit wiederum einer Minute Rückstand kam Amandine Jakob (RSC Waltershausen-Gotha) auf Rang drei ins Ziel.

Edda Bieberle gewann mit klarem Vorsprung. (Fotos: lvr)

Auch der weitere LVR-Nachwuchs zeigte starke LeistungenEero Gündel vom Rad Club Lostau belegte in der männlichen U15 Platz sieben und Onno Bieberle (RSV Osterweddingen) sicherte sich in der U17 mit Rang acht ebenfalls eine Top-Zehn-Platzierung. Zudem wurde die deutsche U15-Paarzeitfahrmeisterin Jette Rasch (Genthiner RC) Zwölfte in der weiblichen U17.

Für die Athleten des MTB-Vereins White-Rock Weißenfels entsprachen die immer noch guten Mittelfeldplatzierungen hingegen nicht bei allen den eigenen Erwartungen.

Traurig, enttäuscht, verärgert“, beschrieb etwa U17-Akteur Tobias Schreiber aus Dessau auf seinem Instagram-Kanal seine Gemütslage. Vor zwei Jahren noch mit DM-Bronze in der U15 dekoriert und 2022 im ersten U17- Jahr unter den Top-Zehn, gehörte er zum erweiterten Favoritenkreis. Doch dieses Mal reichte es nur zu Platz 26

„In der Startphase konnte ich noch ganz gut in der Spitzengruppe mitgehen, musste mich aber dann schnell meinen massiven Rückenschmerzen geschlagen geben“, schilderte Tobias seinen unglücklichen Rennverlauf. 

 

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Arthur Horn erreichte in der U15 den 38. Platz. Sein Bruder Armin kam in der U17 auf Rang 32 ins Ziel.

„Das ist kein Beinbruch“, sagte Kreis zum Ausflug seiner jungen Mountainbiker zum Cyclocross. Die Unterschiede zwischen beiden Radsportdisziplinen seien dann doch deutlich geworden. Mountainbikerennen sind meistens länger als die Wettkämpfe im Cyclocross.

Dass der Kurs seine Tücken hat, wusste LVR-Vizepräsident für MTB/Offroad Winfried Kreis schon vorher: „Ich bin dort vor 25 Jahren mal ein Mountainbikerennen gefahren“, erzählte der Vorsitzende von White Rock Weißenfels. Die selektive Strecke mit steilen Anstiegen wurde das regnerische Wetter noch erschwert. Die Rennen wurden zur Schlammschlacht.

Bei den Erwachsenen hatten nur drei Männer aus Sachsen-Anhalt den Weg in den Süden auf sich genommen. Bei den Männern belegte Immanuel Ries (Radunion Halle) ebenso Platz 24 wie sein Vereinskamerad Mark Huster in der Ü40-Seniorenklasse „Masters II“. Michael Polz (White Rock) wurde hier 30ter.

Seine Tochter Celina Polz sowie Lia Planert (beide White Rock) wollten im Rennen der U19-Juniorinnen um vordere Plätze mitkämpfen. Beide Weißenfelserinnen mussten ihren Start aber krankheitsbedingt absagen. (lvr/ng/st)

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Deutsche Meisterschaft Cyclo-Cross 2023

U15w
1. Bieberle, Edda (RSV Osterweddingen) 17:29 Min.

U15m
7. Gündel, Eero (RadClub Lostau) 17:20/ +1:03 Min Rückstand
38. Horn, Arthur (White Rock Weißfenfels) 22:14/ +5:56

U17w
12. Rasch, Jette (Genthiner RC) 33:55 / +7:18 Min

U17m
8. Bieberle, Onno (RSV Osterweddingen) 35:19 / +3:44
26. Schreiber, Tobias (White Rock Weißenfels) 38:58 / +7:22
27. Tittel, Kai (RSC Cottbus/ehemals HRSC Wernigerode) 38:58 / +7:22
32. Horn, Armin (White Rock Weißenfels) 39:50 / +8:14

Männer
24. Ries, Immanuel (Radunion Halle) 41:20 / 3 Runden zurück

Masters II
24. Huster, Mark (Radunion Halle) 44:17 / +8:01
30. Polz, Michael (White Rock) 46:26 / +10:09

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