Hallenradsport-DM: Reideburger Radpolo-Duo gewinnt zum Abschied Silber – Kunstrad-Vierer aus Mücheln in Top-Zehn

Reideburg (in Grün) unterlag im DM-Finalspiel gegen Titelverteidiger Wetzlar. (Fotos: J. Bachmann/KSV Rositz – LVR)

 

Die Radpolo-Frauen des Reideburger SV sind deutsche Vizemeisterinnen 2026.

Kristin Nadpor und Kristin Hesselbarth wurden nach einem fast makelosen Turnierauftritt mit der Silbermedaille belohnt.

Im bayerischen Sulzbach bei Aschaffenburg gehörten die amtierenden Deutschland-Pokalsiegerinnen erneut zu den Favoritinnen. Gegen Tollwitz (5:3) sowie Titelverteidiger Wetzlar (5:3) und Ex-Meister Frellstedt (4:3) setzten sich Nadpor/Hesselbarth in der Vorrunde recht sicher durch.

Nur gegen das am Ende letztplatzierte Jänkendorf ließ Reideburg mit 4:4 zwei Punkte liegen. Dennoch zogen die Kristins ungeschlagen als Tabellen-Erste einmal mehr ins Finalspiel um den Titel ein.

Hier kam es zum Gipfeltreffen gegen die Meisterinnen des Vorjahres aus Wetzlar. Reideburg begann mit lautstarker Unterstützung des eigenen Fanblocks stark und lag nach zwei Minuten mit 2:0 vorn. Doch Wetzlar kam mit einer direkt verwandelten Ecke sowie einem erfolgreichen Vier-Meter-Strafstoß zum Ausgleich, während Reideburg selbst eine Chance vom Vier-Meter-Punkt liegen ließ.

Im zweiten Durchgang blieb das Match offen – mit Chancen auf beiden Seiten. Vorentscheidend war dann ein von Wetzlar abgefangenes Zuspiel der Reideburgerinnen, welches zum 2:3 ins leere Tor führte. Die Schlussoffensive von Nadpor/Hesselbarth ermöglichte ein weiteres Wetzlarer Kontertor in der vorletzten Minute.

Ende nach elf gemeinsamen Jahren

„Ein Ergebnis, das uns mit einem lachenden und einem weinenden Auge zurücklässt“, schreibt der Verein auf seiner Facebookseite. „Natürlich wäre der ganz große Titel der perfekte Abschluss gewesen. Doch viel größer als die Enttäuschung ist unser Stolz auf das, was die beiden über all die Jahre gemeinsam erreicht haben.“

Denn mit dem nunmehr fünften Vize-Titel nach 2015, 2019, 2023 und 2024 sowie einmal Gold (2022) und zweimal Bronze (2018, 2025) beenden die Kristins nach elf gemeinsamen Jahren mit acht DM-Medaillen ihre Leistungssportkarriere. Dazu kommen zwei Siege sowie vier zweite Plätze und ein dritter Rang beim Deutschland-Pokal und viermal der Erfolg beim Final-6.

Bundesliga-Rekord für die Ewigkeit

Beindruckend zudem ihre Bilanz in der 1. Bundesliga. Hier blieben die Kristins im Zeitraum von Februar 2022 bis Februar 2025 fast genau drei Jahre lang ungeschlagen, stellten dabei 2023 mit 22 Siegen in 22 Spielen und 66 Zählern einen absoluten Punkterekord auf. Insgesamt gewannen sie das Oberhaus von 2022 bis 2025 bei nur drei Niederlagen viermal in Folge.

Tollwitz ärgert Favoriten

Einen guten DM-Auftritt hatten auch Caroline Opitz und Jennifer Riedel. Die Tollwitzerin zeigten vor allem im Duell gegen die späteren drittplatzierten aus Frellstedt (5:6), aber auch gegen Reideburg und Wetzlar (je 3:5), dass sie mit den Top-Drei mithalten können.

Am Ende reichte es mit einem Sieg gegen Jänkendorf zwar nur zu Rang vier, was für die erste gemeinsame DM-Teilnahme der beiden allerdings als Achtungserfolg zu werten ist.

Kunstrad: Frauen-Vierer aus Mücheln in den Top-Zehn

Nicht ganz zufrieden war unterdessen das Vierer-Kunstradteam des VfH Mücheln. Die ostdeutschen Vizemeisterinnen Hannah Berger, Selina Harnisch, Celine Grochol und Hannah Schütz kamen nicht fehlerfrei durch ihren fünfminütigen Vortrag. Mit 83,39 Punkten von eingereichten 139,70 Zählern blieben die vier Frauen unter ihren Möglichkeiten.

Damit rutschten sie bei ihrer dritten DM-Teilnahme in Folge zunächst sogar im einen Rang ab. Dennoch reichte es nach Rang zwölf im Vorjahr zu einer Top-Zehn-Platzierung, da Mücheln doch noch zwei besser eingestufte Teams überholen konnte und die DM auf Rang sieben abschloß.

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Deutsche Hallenradsportmeisterschaft 2026
Ergebnisse vom 24./25.09.2026 in Sulzbach/Main

Re-Live unter: sporteurope.tv/randsportmagazin

RADPOLO

Reideburg – Tollwitz 5:3, – Wetzlar 5:3, – Jänkendorf 4:4, – Frellstedt -3:4
Tollwitz – Frellstedt 5:6, – Jänkendorf 6:3, – Wetzlar 3:5

Tabelle
1. Reideburger SV (10 Punkte/ 18:13 Tore)
2. RKB Wetzlar (9/ 17:13)
—
3. RSV Frellstedt (6/ 20:16)
4. Tollwitzer RV (3/ 17:19)
5. RSV Jänkendorf (1/ 12:23)

Finalspiel: Reideburg – Wetzlar  2:4

Endstand
1. RKB Wetzlar/HES (Sharon Keiner / Sabrina Burdalic)
2. Reideburger SV/SAH (Kristin Hesselbarth / Kristin Nadpor)
3. RSV Frellstedt/NDS (Theresa Sielemann / Luisa Kallweit)
4. Tollwitzer RV/SAH (Caroline Opitz / Jennifer Riedel)
5. RSV Jänkendorf/SAC (Tina Filter / Luise Filter)

KUNSTRADFAHREN

4er Kunstrad Frauen
7. VfH Mücheln (Hannah Berger/ Selina Harnisch/ Celine Grochol/ Hannah Schütz) – 83,39 Punkte

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