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Deutschland Tour: Zielankunft in „Region Harz“ – Stadtrat Wernigerode erteilt Absage

Grafiken: deutschland-tour.com

Die erste Etappe der Deutschland-Tour 2019 führt am 29. August von der niedersächsischen Landeshauptstadt Hannover in die Region Harz in Sachsen-Anhalt. Das gaben die Organisatoren dieser Tage bekannt.

„Nach 185 Kilometern wird die erste Etappe am Fuße des Harzes in Sachsen-Anhalt vermutlich in einem Massensprint enden“, heißt es auf der Veranstaltungs-Homepage. 65 Kilometer davon sollen durch Sachsen-Anhalt führen.

Doch wo genau das Ziel sein wird, das steht noch nicht fest. Bis vergangene Woche hatten die Verantwortlichen der „Gesellschaft zur Förderung des Radsports mbH“ (GFR) die Stadt Wernigerode im Blick.

Doch der Stadtrat spielte nicht mit. Am vergangenen Donnerstagabend stimmten die Vertreter mit 26:10 Stimmen gegen die Zielankunft in ihrer Stadt. (mehr unter: Wernigerode pfeift aufs Radrennen)

Laut Volksstimme gab es seit Mitte Februar Kontakte zwischen der GFR und dem Rathaus. Zusagen für Landesmittel und Sponsorengelder für die zu übernehmenden Kosten von rund 100.000 Euro lagen nach Ausführungen der Stadtverwaltung vor.

Dennoch, die Kosten wurden von Gegnern im Stadtrat laut Volksstimme als „unverschämt“ bezeichnet. Zudem gab es Bedenken über die gewünschten Straßensperrungen.

Für Wernigerodes Oberbürgermeister Peter Gaffert (parteilos) war die Ablehnung eine Enttäuschung. Die hochklassig besetzte Tour wäre eine tolle Chance gewesen, medienwirksam durch Live-Übertragungen von ARD/ZDF und im internationalen Fernsehen in Erscheinung zu treten.

Kritik an mangelhafter Kommunikation

Die CDU-Fraktion gab zu ihrer Absage nun am Dienstag eine auf den Volksstimme-Beitrag bezogene Erklärung ab, in der sie vornehmlich die mangelnde Kommunikation zwischen Stadtverwaltung und Stadtrat kritisiert.

Darin beteuert die Fraktion, dass Wernigerode eine Stadt sei, die eigentlich ein Herz für den Radsport hat. Doch die mangelhafte Kommunikation sei schädlich, „wenn nämlich im Stadtrat jede Menge Fragen gestellt werden (müssen), deren Antwort den einen oder die andere überrascht hat“, heißt es in der Erklärung.

Sehr bedauerlich ist aus Sicht des LVR jedoch die Aussage von Stadtratmitglied Christian Linde (CDU-Fraktion) am vergangenen Donnerstag – Zitat Volksstimme: „Er sprach von einer Doping belasteten Sportart, die kein positives Image hat.“

Doch wohin nun, nachdem Wernigerode als Zielort ausfällt? Darüber spekulierte die Volksstimme am Dienstag.

Im Online-Beitrag „Rätselraten rund um Radrennen“ schreibt Autor Dennis Lotzmann: „Mit Blick auf die regionale Festlegung Sachsen-Anhalt und das Bestreben, den Fernsehsendern ansprechende Bilder vom Zieleinlauf in einer Stadt zu bieten, dürfte die Auswahl nach Wernigerodes Absage nicht sonderlich groß sein: Halberstadt und Quedlinburg sowie Ilsenburg und Blankenburg böten sich an. Offizielle Anfragen der GFR werden allerorten jedoch vereint.“

Noch kurioser: Die GFR will nun wohl die Fans entscheiden lassen. „Man wolle in Kürze konkrete Städte vorschlagen und dann abstimmen lassen“, teilt volksstimme.de mit. (lvr/st)

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