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Robert Wagner: Rad und “Goldener Nagel” sind nur ein Zwischenschritt

Der Magdeburger Radrennsport-Profi Robert Wagner wurde zu seinem Abschied im vergangenen Jahr überrascht.

Opa Richard und Frau feiern im “m2” (Cafe u. Cocktailbar) am Hasselbachplatz in Magdeburg Diamantene Hochzeit. Das war die Nachricht, welche Robert Wagner im belgischen Kelmis erreichte.

Selbstverständlich machte er sich mit Lebenspartnerin und Sohn im vergangenen November auf dem Weg, um diesem nicht alltäglichen Jubiläum beizuwohnen.

Was er nicht wusste, es war ein Vorwand, der auch dazu genutzt werden sollte, um dem Ende seiner Profilaufbahn einen würdigen Abschluss in seiner Heimatstadt zu geben.

Um es vorweg zu nehmen: es wurde nicht nur ein Akt, auf dem symbolisch das Rennrad an den Nagel gehängt wurde – es wurde eine Radsportgala vom Feinsten.

Nur wenige waren eingeweiht und es gehört den Organisatoren ein großes Lob. Allen voran natürlich den Eltern Silvia und Thomas Wagner.

Selten hat man so viel Radsportprominenz in letzter Zeit in Magdeburg gesehen. Alle aufzuzählen ist gar nicht möglich.

Da waren die Familien Kieren und Wagner, Karsten Migels (Reporter), die bekannten Radsportler André Greipel, Paul Martens, Andreas Schillinger, Simon Geschke, Henning Bommel, Marcel Sieberg oder Markus Burghardt.

Auch Rennfahrer, welche inzwischen ihre Laufbahn beendet haben, wie Gerald Mortag, Harry Trumheller, Dommenic Klemme, Jörg Ludewig oder Steffen Wesemann usw…

Von all dem ahnte Robert noch nichts als er im Auto saß. Als er treu und brav das Lokal betrat, erwarteten ihn auch nur die Familienangehörigen. Die Radsportfreunde hatten sich in eine hintere Räumlichkeit zurückgezogen.

Doch dann brach der Jubel los. Sichtlich geschockt, wurde „Wagi“ begrüßt, umarmt und fast frenetisch gefeiert. Durch das Programm führte sein Freund Sebastian Paddags.

Auf einer Videoleinwand kamen Empfehlungen für das “Leben nach dem Radsport” u.a. von Jens Voigt, Primoz Roglic, Jens Heppner und eine Reihe von Sportkameraden die ihn in seiner langen erfolgreichen Laufbahn begleitet haben.

Unter dem Beifall der Gäste sagte Robert nur: “Ich wollte kein Abschlussrennen – nun habe ich einen Abschlussabend und das verbunden mit einer Diamantenen Hochzeit. Lasst uns kräftig feiern – ich bleibe dem Radsport weiter erhalten!“ Eine bessere Botschaft konnte er unter starken Beifall gar nicht vermitteln.

Auch der LV Radsport Sachsen-Anhalt wünscht Robert für seinen weiteren Weg alles Gute und viel Erfolg. Wie uns bekannt ist, wird er im Nachwuchsbereich eine neue Aufgabe annehmen.

Der LVR hat ihn eine Stück seines Weges begleitet, welches von deutschen Meister, großen Rundfahrten bis hin zu Misserfolgen geprägt war. Aber das gehört als Radrenner einfach dazu.

Robert, du reist mit deinen Rücktritt ein großes Loch und es bedarf sicherlich große Anstrengungen bis der Magdeburger Radsport es wieder ausfüllen kann. Natürlich auch Richard und Gattin unsere herzlichsten Glückwünsche zur „Diamantenen“!

Günter Grau, LVR-Ehrenpräsident

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