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Radball: Sangerhausen sagt UCI-Weltcupturnier im Oktober ab

Das Sangerhäuser Topteam Eric Haedicke und Max Rückschloß (in Rot) beim Weltcupturnier 2018 in Sangerhausen. (Archivfoto: ST)

Das noch letzte verbliebene Radsport-Event auf internationaler Ebene in Sachsen-Anhalt findet nicht statt. Der RSV Sangerhausen hat nach langer Überlegung nun entschieden, das UCI-Weltcupturnier im Radball abzusagen.

Geplant war, das Turnier mit den Topteams aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und anderen Ländern in der Mammuthalle am 31. Oktober auszugetragen.

Der RSV-Vorsitzende Karsten Rohde teilte mit: „Wir haben uns intensiv mit dem Für und Wider auseinandergesetzt. Leider sind wir mit deutlicher Mehrheit zu dem Entschluss gekommen, dass die Ausrichtung eines Weltcups keinen Sinn macht.“

Damit griff der Verein eine generellen Entscheidung des Weltradsportverbandes UCI vor, der laut Rohde im Juni endgültig darüber entscheiden will, ob und wann die Weltcupserie überhaupt gestartet wird und ob es in diesem Jahr eine Weltmeisterschaft geben wird.

„Für uns sind nach wie vor die Unsicherheiten für eine ordentliche und vor allem angemessene Austragung eines Weltcups in Sangerhausen zu groß”, begründete der 48-Jährige. Aktuell kann sein Verein nicht mal selbst in seine Trainingsstätte Mammuthalle, da der Landkreis als Betreiber die Halle bis in die Sommerferien gesperrt hat.

“Eine Öffnung ist in den nächsten Wochen nicht zu erwarten“, sagt Rohde und stellt einige Fragen in den Raum: „Selbst wenn die Veranstaltung dann rechtlich möglich wäre, was ist mit den Zuschauern, dem Verkauf, der Hotelbelegung. All diese offenen Fragen kann uns derzeit auch niemand beantworten.“

Noch seien keine großen Kosten in die Vorbereitung gesteckt worden. “Um auch vom Verein ein weiteres finanzielles Risiko abzuwenden, bleibt uns leider keine andere Wahl”, so Rohde weiter. Der Weltcup in Sangerhausen sei immer etwas Besonderes und Abstriche bei der Ausrichtung wolle man nicht hinnehmen. Rohde: “Das hätten die Sportler auch nicht verdient.“

Er selbst glaubt nicht, dass 2020 überhaupt eine Weltcup-Veranstaltungen geben wird. “Über nächstes Jahr mache ich mir derzeit keine Gedanken. Wichtiger ist derzeit die Frage nur die Frage, wann und wo wir wieder trainieren können”, so Rohde.

Da sind andere Regionen schon weiter. In Mücheln darf etwa ab Freitag unter Einhaltung eines Hygienekonzeptes wieder Radball trainiert werden. „In der Schweiz wird schon seit ein paar Wochen trainiert” erzählt Rohde, “auch die Österreicher und Baden-Württemberg haben schon begonnen”, so Rohde. Trainingsspiele seien nach wie vor verboten. In Tschechien gab es hingegen sogar schon wieder die ersten Turniere.

Wenigstens eine gute Nachricht gibt es aus Sangerhausen zu verkünden. Eric Haedicke, Tormann des Zweitligateams mit Max Rückschloß, war zuletzt lange Zeit verletzt ausgefallen. Jetzt kann der ehemalige U19-Europameister wieder erste Trainingseinheiten absolvieren. „Er hat von den Ärzten die Erlaubnis bekommen, wieder loszulegen“, sagte Rohde im Gespräch mit der Mitteldeutschen Zeitung Sangerhausen. (lvr)

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