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Nachruf: Trauer um verstorbene Mitglieder der LV-Radsportfamilie

Claus Kohle

Der LV Radsport Sachsen-Anhalt trauert um drei bekannte Angehörige der Radsport-Familie.

Am 15. Juni 2020 wurde unter großer Anteilnahme auf dem Friedhof in Niederndodeleben-Unterdorf, der ehemalige Radsportler Claus Kohle zu Grabe getragen.

Claus Kohle (links) nach dem Sieg der Bezirksmeisterschaft 1964 in der 4000 Meter-Mannschaftsverfolgung, die er zu Dritt mit Henry Kühlborn und Hilmar Putz unter der Leitung von Trainer Richard Kieren gewann. (Bild: Fotoarchiv G. Grau)

Der Leistungsträger war ein Rennfahrer von “Schrot und Korn”, wie man so schön in diesen Kreisen sagt. Ende der 1950er bis weit in die 60er-Jahre, bestimmte Kohle das Niveau im damaligen Bezirk Magdeburg und darüber hinaus.

Er wurde den Anforderungen in allen Sätteln gerecht. Auf der Straße, im Querfeldein oder auf der Bahn, trat er stets als geachteter Sportsmann auf. Seine Siege hier aufzuzählen würde den Rahmen sprengen und bedeutet aufwendige Recherchen. Darunter waren aber unter anderem zahlreiche Meisterschaften.

Claus Kohle (vorn) im Jahr 1966 mit seinen Teamkollegen von Motor Mitte Magdeburg Hilmar Putz, Henry Kühlborn und Ernst Rottstock. (Bild: Fotoarchiv G. Grau)

In der BSG Motor Mitte Magdeburg (heute MSV 90) war das Talent unter den erfahrenen Übungsleitern Jochen Frehde und Richard Kieren einer der Trainingsfleißigsten. Besonders in den sogenannten Aschenbahnrennen im Zweiermannschaftsfahren dominierte er mit seinem Partner Henry Kühlhorn den mitteldeutschen Radsport.

Ebenso kürzlich verstorben ist Karin Heindörfer (geb. Schuchardt) aus Magdeburg. Sie begann ihre Radsportkarriere bei Lok Magdeburg in den 1960er Jahren. Die talentierte junge Frau  wurde später dann zum SC Leipzig delegiert.

Heindörfer holte mehrere nationale Meisterschaftsmedaillen, so unter anderem 1963 Bronze bei der DDR-Bahnmeisterschaft in der 3000-Meter-Einzelverfolgung.

Kohle und Heindörfer sind mit ihren Erfolgen für immer in der Radsportchronik des Landesverbandes Radsport Sachsen-Anhalt festgeschrieben.

Unser Beileid gilt gleichfalls der Familie Schur. Gemeinsam trauern wir um Renate “Reni” Schur, Ehefrau des legendären Radsportlers Täve Schur. Beide waren 58 Jahre verheiratet haben vier Kinder: Gusti, Susanna, Jan und Gus-Erik.

Reni war immer an der Seite ihres Mannes anzutreffen. Noch am 15. Februar 2020 hatte sie ihren 88. Geburtstag gefeiert und begleitete ihren Täve zu dessen 89. Geburtstag am 23. Februar zur Feier im Friedensfahrtmuseum in Kleinmühlingen. (lvr/gg/st/rb)

 

 

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