Bahn-WM in Berlin: Daumen drücken für Pauline Grabosch!

Ab Mittwoch geht es im Berliner Velodrom um die WM-Titel 2020. (Foto: lvr/st)

Ab heute (Mittwoch, 26. Februar 2020) trifft sich die Weltelite des Bahnradsports in Berlin zur UCI-Weltmeisterschaft 2020.

Mit dabei eine von uns: Pauline Grabosch (Theed-Projekt-Cycling) vom RSV Osterweddingen. Die 22-Jährige gehört im Aufgebot des Bund Deutscher Radfahrer zum Sprinterteam. Und hat gleich am Mittwoch ihren ersten großen Auftritt. Ab 18.30 Uhr geht es am ersten Finalabend um die Medaillen im Teamsprint. (Live bei Eurosport)

Zudem ist Grabosch für den 500 Meter-Sprint vorgesehen und wird möglicherweise im Sprint sowie Keirin zum Einsatz kommen.

Miriam Welte (li.) und Pauline Grabosch im Teamsprint. (Foto: BDR)

Vor zwei Jahren in Apeldoorn gewann Grabosch zusammen mit Miriam Welte (Kaiserslautern) und Kristina Vogel (Erfurt) die Goldmedaille. Welte und Vogel sind nicht mehr dabei, doch mit Grabosch sowie Lea Sophie Friedrich (20 Jahre/Dassow) und Emma Hinze (22/Cottbus) mischen die deutschen Frauen auch nach der Ära Welte/Vogel im Konzert der Großen mit.

„Wir haben in der Weltcup-Saison bewiesen, dass wir schnell und konkurrenzfähig sind – egal, in welcher Kombination wir fahren“, sagte Grabosch im Gespräch mit der Volksstimme.

Waren ein erfolgreiches Team: Pauline Grabosch, Kristina Vogel und Miriam Welte.

Dabei geht es in Berlin auch um die Olympia-Qualifikation. Nach Tokio darf Bundestrainer Detlef Uibel im Sommer nur zwei der drei deutschen Sprinterinnen mitnehmen. “Die zwei Fahrerinnen des Teamsprints bestreiten in Tokio auch die Einzeldisziplinen – und hier haben Friedrich und Hinze derzeit einen klaren Vorteil”, schätzt Thomas Juschus, Pressesprecher der Bahn-WM, ein.

„Ich sehe die WM als Durchlaufstation Richtung Olympia”, zeigt Grabosch wieder erstarktes Selbstbewusstsein. “Ich hatte eine relativ harte Zeit. Aber ich habe mich zurückgekämpft – mir geht es echt wieder gut. Ich mache mir gar keinen Druck und versuche, wieder Spaß zu haben.“

MDR-Beitrag: Mehr Anschwung für Grabosch – so feilt FES am Bahnrad 

Sie selbst rechnet aber noch nicht mit einer Vorentscheidung: „Ich höre nicht auf zu zappeln, solange es nicht vorbei ist. Ich gebe meine Möglichkeit nicht kampflos auf.“

Am Mittwoch bekommt Grabosch Unterstützung aus ihrem Heimatverein Osterweddingen. Vom RSV reisst zusammen mit Landestrainer Andreas Kindler eine kleine Gruppe von Nachwuchstalenten an, die ihr großes Vorbild Pauline zum Sieg anfeuern wollen.

Grabosch freut sich darauf: „Eine Heim-WM ist schon etwas Besonderes.” Sie weiß aber auch: “Es sorgt auch für Druck, weil Familie und Freunde zugucken kommen.” (lvr)

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