Bahn-WM: Gold für Teamsprinterin Pauline Grabosch

Alte und neue Weltmeisterinnen im Teamsprint: Pauline Grabosch mit Emma Hinze und Lea Sophie Friedrich (v. l.).

Der Bund Deutscher Radfahrer hat die Bahnradsport-Weltmeisterschaften 2022 in St. Quentin-en-Yvelines erfolgreich bestritten. Und Sachen-Anhalt war an der positiven Bilanz indirekt auch beteiligt.

Gleich am ersten Tag der Titelkämpfe auf der Olympiabahn für 2024 siegte die Magdeburgerin Pauline Grabosch (ehemals RSV Osterweddingen) zusammen mit Emma Hinze und Lea Sophie Friedrich (alle Track-Team Brandenburg) im Teamsprint der Frauen. Damit ging nach 2020 und 2021 der Titel zum dritten Mal in Folge nach Deutschland.

Im Finale setzte sich das Trio von Bundestrainer Jan van Eijden in neuer Weltrekord-Zeit von 45,967 Sekunden gegen die Mannschaft aus China (46,631) durch. Schon in der ersten Runde war die deutsche Mannschaft Weltrekord gefahren. Bronze ging an Großbritannien.

„Die Olympia-Bahn hat mir gut gefallen“, sagte Pauline Grabosch, „sie ist sehr schnell, super schön und hat einen tollen Vorgeschmack auf die Olympischen Spiele 2024 geliefert. So kann es weitergehen.“

Emma Hinze äußerte sich erleichtert: „Wir hatten Druck – aber lieber Druck als hinterher fahren. Ich bin sehr stolz wie wir das als Team gemacht haben, nachdem der Qualifikationslauf nicht so lief.“

Im Sprint-Wettbewerb schied Grabosch nach persönlicher Bestleistung in der Qualifikation im Viertelfinale gegen die später Viertplatzierte Laurin van Riessen aus den Niederlande aus und belegte Platz sechs. Für die 24-Jährige war es das beste WM-Ergebnis im Sprint seit ihrer Bronzemedaille 2018 bei der WM in Apeldoorn. Lea Sophie Friedrich gewann in diesem Wettbewerb Silber und Emma Hinze Bronze.

Im 500 Meter Zeitfahren belegte Grabosch mit 33,378 Sekunden Rang zehn. Hier komplettierte Hinze mit Silber ihren WM-Medaillensatz.

Der BDR gewann sieben Medaillen: dreimal Gold, dreimal Silber und einmal Bronze. Das bedeutet Platz drei im Medaillenspiegel hinter den Niederlanden und Italien, die jeweils vier Goldmedaillen gewinnen konnten.

„Das ist eine herausragende Bilanz,“ freute sich BDR-Sportdirektor Patrick Moster. „Wir haben vier Medaillen in den Olympischen Disziplinen gewonnen. Das stimmt zuversichtlich für die Spiele in zwei Jahren, auch wenn wir noch Hausaufgaben zu erledigen haben.,“ sagte er am letzten Wettkampftag. (Quelle/Foto: BDR-Medienservice)

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