Wir sind Radsport: Präsident Frank Witte

LV-Präsident Frank Witte auf dem Rennrad (Fotos: privat)

Derzeit können wir sportlich nicht viel Aktuelles berichten. Deswegen nutzen wir die Zeit, werfen einen Blick hinter die Kulissen des LV Radsport Sachsen-Anhalt und stellen unser Präsidium sowie unsere ehrenamtlichen Mitarbeiter:innen nach und nach vor.

Den Beginn macht Frank Witte, der 2018 zum LV-Präsidenten gewählt wurde.

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Der Radsport war nicht seine erste große Liebe – als Kind betrieb Frank Witte leistungsmäßig Eisschnelllauf, nur im Sommer stieg er als Ausgleichstraining aufs Rad.

So ist Witte in erster Linie zum Rennrad und letztendlich zum Radsport gekommen. Seit 1997 ist er wieder im Rennsport aktiv, zuerst noch selbst als Lizenzfahrer, dann trainierte Witte immer mehr den Nachwuchs in Lostau. Später übernahm er den LV-Vizepräsidentenposten Rennsport.

Seit März 2018 ist Frank Witte Präsident des Landesverbandes Radsport Sachsen-Anhalt. „Wir wollen den unorganisierten Radsport zu uns, zum organisierten Radsport, bringen“, nennt Witte als oberstes Ziel des Verbandes. Man will die Hobbyfahrer und Freizeitsportler aller Disziplinen „einfangen“. Dieses Ziel begründet er folgendermaßen: „Wir wollen dem Trend entgegenwirken, dass Vereine immer älter und kleiner werden.“

Auch ein persönliches Ziel hat er sich als Präsident gesetzt. Witte möchte in Magdeburg ein Leistungszentrum etablieren, in dem zentrale Maßnahmen für den Rennsport, aus dem er schließlich stammt, durchgeführt werden sollen.

Welche Rolle der Radsport in seinem Leben spielt? Frank Witte lacht – „Eine sehr große Rolle!“ Er sei aus seinem damaligen Leben in ein „Radsportleben“ gewechselt, erzählt er. Denn nicht nur ehrenamtlich, sondern auch beruflich ist er in der Branche aktiv.

Außerdem sind seine Kinder dem Radsport verfallen: Beide Söhne haben erst Radball gespielt und sind dann Rennrad gefahren, sogar in der Bundesliga. „Da war man jedes Wochenende im Einsatz“, erinnert sich Witte zurück.

Nicht nur für ihn persönlich spielt der Radsport eine wichtige Rolle. Eine ebenso große Bedeutung  schreibt er dem Rad für die Gesellschaft zu. „Dank Corona hat das Radfahren eine extrem dominante Rolle eingenommen.

Immer mehr Leute fahren Fahrrad, weil sie keine öffentlichen Verkehrsmittel mehr nutzen wollen oder weil es schneller geht“, meint Witte. Zudem machen viele Menschen Urlaub in Deutschland – „Und wie bewegt man sich dann fort? Mit dem Rad.“

Dadurch spielt das Fahrrad eine immer größere Rolle – und prozentual dazu steigt auch die Bedeutung des Radsports: „Wenn man einmal anfängt zu fahren, will man auch mal schneller fahren, sich auch mit anderen messen.“ Die Nachfrage nach Fahrrädern und gerade auch Rennrädern ist seit April gestiegen. Frank Witte ergänzt: „Man sagt ja nicht umsonst: Rennräder sind das neue Klopapier.“

 

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