LVR trauert um ehemaligen Geschäftsführer Manfred Pöllmann

Der Landesverband Radsport Sachsen-Anhalt trauert um Manfred Pöllmann. Der ehemalige LVR-Geschäftsführer ist am 21. August 2026 im Alter von 85 Jahren verstorben.

„Die Nachricht erreichte mich und traf mich ganz besonders emotional“, sagt LVR-Ehrenpräsident Günter Grau (Sandbeiendorf). „Wieder reißt das Ableben eines Radsportlers eine große Lücke in unsere Radsportfamilie. Manfred wird uns sehr fehlen!“

Der Sport war Pöllmanns Leben. In der ehemaligen DDR fand er in den 1950er-Jahren in der BSG Aufbau Börde Magdeburg den Weg zum Radsport. Besonders in der Jugend feierte er seine Erfolge. Zu seinen Kontrahenten zählte damals der Rostocker Klaus Ampler, welcher 1963 Friedensfahrtsieger wurde.

Nachdem „Pölle“ sein Rad an den Nagel gehängt hatte, wurde er Funktionär. Im DTSB-Bezirks-
oder Stadtverband war sein Mitwirken gefragt. Höhepunkt waren die Etappenankünfte der Internationalen
Friedensfahrten in der Elbestadt.

Als sich 1990 der Landessport Bund (LSB) und darin der Landesverband Radsport (LVR) gründeten, wirkte
er mit und wurde der erste LVR-Geschäftsführer. Mit seiner Erfahrung stellte sich der Radsport neu auf und
wurde in Bund Deutscher Radfahrer (BDR) zum anerkannten Mitglied. Die Harzrundfahrt oder die Tour
der Jugend sind nur zwei Beispiele und Herausforderungen aus der damaliger Zeit.

„1999 wurde ich in Naumburg zum Präsidenten gewählt und wir arbeiteten eng zusammen. Er im Haupt-
und ich im Ehrenamt“, erinnert sich Günter Grau. „Als Fazit kann ich heute sagen, es war eine Zeit voller Ideen und ein ständiger Kampf um Mittel für unsere schöne Sportart.“

Den Kontakt zum Radsport hat Manfred Pöllmann nie abgebrochen – auch nicht als Rentner. Als gern gesehener Gast auf unseren Traditionstreffen war er immer dabei und  von uns Radsportlern besonders begrüßt.

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