Kunstradfahren: Vier Titel bei Ostdeutschen Meisterschaften in Schwerin

Der Frauen-Zweier Julia Bachmann und Celine Grochol vom VfH Mücheln. (Fotos: VfH Mücheln)

Bei den Ostdeutsche Meisterschaften im Kunstrad- und Einradfahren gab es für die Sportlerinnen und Sportler aus dem LV Radsport Sachsen-Anhalt viermal Gold, einmal Silber sowie viermal Bronze.

Bei den regionalen Titelkämpfen in Schwerin überzeugte vor allem der Nachwuchs. In der U11 gewann Emelie Dins vom Annaburger Hallenradsportverein.

Sie bewies bei ihrer ersten ODM-Teilnahme starke Nerven. Mit der höchsten Schwierigkeit ging die Landesmeisterin als letzte Starterin ihrer Altersklasse auf die Fläche und verteidigte mit 38,98 Punkten ihre Spitzenposition.

Emelie Dins vom Annaburger Hallenradsportverein.

Die Vorjahressiegerin der U11, Lia Heimbach (VfH Mücheln), trat erstmals in der U13 an – und fuhr hier auf Anhieb zum erneuten Titelgewinn. Auf Platz drei gesetzt zeigte Lia den besten Vortrag und distanzierte die zweiplatzierte Sportlerin um rund vier Punkte. Zum Lohn gab es ihre dritte ODM-Goldmedaille in Folge.

Zum dritten Mal in Folge ostdeutsche Meisterinnen: Lia Heimbach (VfH Mücheln).

Etwas überraschend auch der Erfolg des Zweier-Gespanns Ylenia Pannier und Mathilda Zurek. Die U15-Schülerinnen vom VfH Mücheln gingen mit dem vierthöchsten Kürwert ins Rennen. Die Drittplatzierten des Vorjahres überzeugten die Wertungsrichter mit einem fehlerfreien und sauberen Vortrag, der ihnen eine neue Bestleistung von 43,14 Punkte einbrachte.

Da die drei folgenden Mädchen-Paare aus Sachsen diesen Wert nicht überboten, durften sich Ylenia und Mathilda sowie ihr Anhang über die unerwartete Goldmedaille freuen.

Ylenia Pannier und Mathilda Zurek.

Titelhatrick für Kleinmühlingen

Den vierten ODM-Titel sicherte sich der Frauen-Sechser des RSV Kleinmühlingen. Alexandra Sroka, Emma Paulin Hoffmann, Anett Hoffmann, Anna Sens, Lilli Puder und Kim Marie Bickner traten ohne Konkurrenz an.

Ihre im Vergleich zu den Vorjahren gesteigerten Schwierigkeit setzten sie optimal um und erzielten mit 86,36 Zählern eine neue Teambestleistung.

Damit ging der Titel zum dritten mal in Folge – in je unterschiedlichen Besetzungen – nach Kleinmühlingen, wobei Alexandra Sroka und Emma Paulin Hoffmann an allen drei Erfolgen seit 2024 beteilgt waren.

Solistin Henriette Bergert (VfH Mücheln) fuhr in ihrem ersten Jahr bei den U19-Juniorinnen auf Anhieb aufs Podest. Nach ihrem Vorjahres-Sieg in der U15 gehörte sie in der Startaufstellung als jüngste Starterin gleich zu den Medaillenanwärterinnen.

Mit 88,87 Punkten sicherte sie sich die Silbermedaille, wobei ihr am Ende sogar nur vier Zehntel zum Tagessieg fehlten.

Ebenfalls erstmals trat Nea Noth (Mücheln) in einer höheren Altersklasse an. Bei den U15-Mädchen sicherte sie sich Bronze.

Das erfolgreiche Team des RSV Kleinmühlingen. (Foto: Verein)

VfH-Frauen holen dreimal Bronze

Gleich zweimal auf Rang drei landete Julia Bachmann, ebenfalls vom VfH Mücheln. Zum ersten Mal gelang ihr das im Einer der Frauen. Zuletzt war ihr das 2010 in der U13 gelungen.

Auf Rang fünf gesetzt, den sie bei den Frauen zuletzt zweimal in Folge als bisher beste Platzierung bei einer ODM verzeichnet hatte, ließ Julia zwei vor ihr liegende Konkurrentinnen hinter sich und wurde bei ihrer nunmehr 16. ODM-Teilnahme Dritte.

Zum zwölften Mal startete Julia Bachmann zudem im Zweier. Dreimal Silber und fünfmal Rang drei lautete ihre bisherige Erfolgsbilanz seit 2007 in dieser Disziplin – mit vier verschiedenen Partnerinnnen.

Partnerin Nummer fünf ist seit 2018 Celine Grochol. Die beiden Vizemeisterinnen von 2025 sicherten sich in Schwerin das zweite gemeinsame Bronze. Dabei hatten sie sogar Gold vor Augen, doch mit einen Patzer während ihres Vortrags vergaben sie diese Chance.

Celine Grochol besserte unterdessen im Vierer Frauen zusammen mit Hannah Berger, Selina Harnisch und Hannah Schütz ihre Edelmetall-Bilanz bei ostdeutschen Meisterschaften um eine weitere Bronzemedaille auf. Das Quartett verpasste die 100er Marke nur knapp, hielt aber die Platzierung vor der Vertretung des RSV Kleinmühlingen, die Vierte wurde.

Für Celine Crochol war es die insgesamt fünfte Bronzemedaille. Seit 2006 sammelte sie im Einer und Zweier zudem fünfmal Gold sowie neunmal Silber. Damit ist sie die erfolgreichste Kunstradfahrerin Sachsen-Anhalts in den vergangenen 20 Jahren.

Erfreulich auch, dass erstmals wieder ein Junge aus Sachsen-Anhalt bei der ODM antratt. Felix Schmielau vom RSV Kleinmühlingen schloss seine Premieren-Saison mit Rang acht ab. Zuletzt war 2019 mit Paul Harnisch (Mücheln) ein U13-Schüler im LVR aktiv. (lvr)

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Ostdeutsche Meisterschaften
Ergebnisse vom 06.06.2026 in Schwerin

1er Schülerinnen U11
1. Emelie Dins (Annaburger Hallenradsportverein) 42,50/ 38,98

1er Schüler U11
8. Felix Schmielau (RSV Kleinmühlingen) 22,90/ 17,48

1er Schülerinnen U13
1. Lia Heimbach (VfH Mücheln) 51,80/ 50,04

1er Schülerinnen U15
3. Nea Noth (VfH Mücheln) 72,70/ 61,56
5. Mathilda Zurek (VfH Mücheln) 58,40/ 56,28

1er Juniorinnen U19
1. Jasmin Wittig Nerchauer SV 90 e.V. 101,40 89,27
2. Henriette Bergert (VfH Mücheln) 100,80/ 88,87

1er Frauen
3. Julia Bachmann (VfH Mücheln) 120,30/ 105,35
9. Hannah Schütz (VfH Mücheln) 100,90/ 82,55

2er Schülerinnen
1. Ylenia Pannier/ Mathilda Zurek (VfH Mücheln) 46,50/ 43,14

2er Frauen
3. Julia Bachmann/ Celine Grochol (VfH Mücheln) 98,50/ 80,52

4er Frauen
3. Hannah Berger/ Selina Harnisch/ Celine Grochol/ Hannah Schütz (VfH Mücheln) 113,30/ 99,67
4. Alexandra Sroka/ Anna Sens/ Lilli Puder/ Emma Paulin Hoffmann (RSV Kleinmühlingen) 95,10/ 67,17

6er Frauen
1. Alexandra Sroka/ Emma Paulin Hoffmann/ Anna Sens/ Lilli Puder/ Anett Hoffmann/ Kim Marie Bickner (RSV Kleinmühlingen) 96,90/ 86,36

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