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Radball: Sangerhausen gewinnt U23-Deutschlandpokal

Vereinsduell: Leon Gebser, Peter Krause, Eric Haedicke und Max Rückschloß (v. li.) bestritten das Auftaktmatch der U23-Deutschlandpokalendrunde. (Fotos: S. Thomé/lvr/privat)

Von Ralf Kandel* – Eric Haedicke und Max Rückschloß haben längst eigene Autogrammkarten. Darauf sind die Erfolge der beiden Radballer des RSV Sangerhausen verewigt. Unter anderem je zweimal deutscher U19-Meister sowie Junioren-Europachampion.

Seit Sonntag sind die Autogrammkarten allerdings nicht mehr auf dem neuesten Stand und müssten demnächst aktualisiert werden. Das Duo schnappte sich nämlich den Titel beim U23-Deutschland-Cup, dem in dieser Altersklasse höchstdekorierten Wettbewerb im Land.

Und das im ersten Jahr nach dem Wechsel aus der Juniorenklasse zu den Herren. Dieses Kunststück haben noch nicht viele Nachwuchsteams hinbekommen.

Quasi als willkommene Zugabe gab es auch noch die Fahrkarte zur U23-Europameisterschaft, die am 22. September im tschechischen Zlin ausgespielt wird.

Der Erfolg fiel in der heimischen Mammuthalle überzeugend aus. Zunächst hatten sie allerdings eine harte Nuss zu knacken. Im vereinsinternen Duell standen Haedicke/Rückschloß nämlich dem Duo Peter Krause und Leon Gebser (Sangerhausen II) gegenüber.

Das Spiel wurde die erwartet knappe Angelegenheit. Jeder Zentimeter des Spielfeldes war heiß umkämpft. Krause/Gebser gingen nach wenigen Sekunden in Führung, 1:1 hieß es zur Pause. Am Ende setzten sich Haedicke und Rückschloß knapp mit 3:2 durch.

Den Fans des RSV war das allerdings egal, sie bejubelten jeden Treffer der Lokalmatadore.

Nach der Vorrunde trennten sich die Wege der beiden Mannschaften des RSV Sangerhausen allerdings. Während Rückschloß/Haedicke ins Halbfinale einzogen, war der Traum vom Sieg für Krause/Gebser vorbei. Im Spiel um Platz fünf behaupteten sich die Sangerhäuser gegen Prechtal immerhin mit 8:5.

Für Haedicke/Rückschloß dagegen standen die entscheidenden Partien noch an. Das Halbfinale gegen Kemnat wurde zu einer ganz engen Kiste. 1:1 hieß es zur Pause, 2:1 für Sangerhausen zum Schluss, der Finaleinzug war perfekt.

Im Endspiel kam es zum Duell mit der Vertretung aus Naurod. Schon in der Vorrundengruppe standen sich beide Teams gegenüber, die Gastgeber setzten sich knapp 2:1 durch. Im Finale legten Haedicke/Rückschloß sogar noch einmal zu. Zur Freude der Zuschauer spielten sie ihre Gegner geradezu an die Wand und gewannen mit 7:1.

Klar kannte der Jubel danach keine Grenzen mehr. Das Duo aus der Rosenstadt hatte wieder einmal seine Ausnahmestellung im deutschen Nachwuchs-Radball eindrucksvoll unter Beweis gestellt.

„Sie haben es gepackt“, frohlockte es aus Vereinschef Karsten Rohde. Das letzte große Lob ging allerdings an den gesamten Verein, der sich wieder einmal als sehr guter Gastgeber erwies. „Ihr macht das hervorragend“, sagte Kreissportbund-Vizepräsident Holger Scholz.

Mit dem Druck der neuen Autogrammkarten sollten sich Eric und Max aber noch Zeit lassen. Vielleicht folgt ja auf dem zweimaligen Gewinn der U19-Europameisterschaft im September auch ein Triumph bei den U23-Teams. Und dann steht ja noch der mögliche Aufstieg in die erste Bundesliga an. Spätestens dann sind die neuen Karten aber fällig.

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U23-Deutschlandpokal

Finalturnier am 7. Juli 2018 in Sangerhausen

Ergebnisse und Endstand unter: vfhmuecheln.de


*Ralf Kandel ist freiberuflicher Journalist aus Lengefeld bei Sangerhausen. Seit 1995 arbeitet er für die Mitteldeutsche Zeitung als Lokalredakteur und Fotograf. Mehr über den Autor unter: www.rak-sport.de

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