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MTBO: WM-Schlammschlacht für Michael Sturm

Michael Sturm vom ESV Bitterfeld führte zwischenzeitlich die Weltcup-Gesamtwertung der Masters an. (Fotos: privat)

MTBO-WM in Ungarn. Die fand in den Bergen oberhalb von Budapest statt und versprach sehr schwer zu werden. Mit dabei: Michael Sturm vom ESV Bitterfeld.

Schon eine Woche vor der WM kam es immer wieder zu schweren Niederschlägen, der den sonst so trockenen Boden in eine Schlamm- und Geröllwüste verwandelte. „Keine Bedingungen die mir liegen“, so Sturm, „aber ich fuhr als Weltranglistenerster der Masters nach Ungarn und hatte eine Position zu verteidigen.“

Sturm konzentrierte sich auf das Sprintrennen. Schnell, trocken, viele Posten und ständige Richtungswechsel auf nur sechs Kilometer Länge. Sturm: „Leider unterlief mir ein Orientierungsfehler und ich wurde bei den ganz knappen Zeitabstände auf Platz 20 durchgereicht.“

Am nächsten Tag stand die Langdistanz an, das Hauptrennen der WM. Nachts kam es erneut zu sintflutartigen Regenfällen, die bis zum Start anhielten. „Der Wald war eigentlich unfahrbar, aber das Rennen wurde trotzdem gestartet“, erzählte Michael Sturm.

Von oben kamen Geröll- und Schlammlawinen nach unten. „Das hatte mit einem MTBO-Rennen so garnichts zu tun“, ärgerte sich Sturm, der nach mehreren Stürzen und einem Reifendefekt entnervt aufgab.

Nun lag sein Augenmerk auf der WM-Mitteldistanz. Kein Regen mehr, aber immernoch unmengen an Schlamm und Wasserlöchern. Sturm: „Ich kam gut rein, obwohl ich in einem Wasserloch bis zum Rahmenoberrohr versank.“

Orientierungstechnisch lief es gut, aber die langen, steilen Anstiege zogen Sturm den Zahn. Mit Platz 23 blieb er weit hinter seinen Erwartungen zurück. „Es war irgendwie nicht mein Rennen und leider auch nicht meine WM.“

Zwischenzeitliche Führung im Weltcup

Michael Sturm im BDR-Nationaltrikot.

Zuvor war Sturm noch beim 4. und 5. Lauf des Deutschland-Cups im tschechischen Karlovy Vary am Start.

Beim Sprint im Stadtpark mit wenigen Posten und nur 20 Minuten Wettkampf-Zeit lief es gut: Platz vier.

Das Mittelstrecken-Rennen führte über viele steile, lange Anstiege und verblockte Abfahrten, war aber orientierungstechnisch eher leicht. Wieder belegte Sturm den 4. Platz.

Danach ging es direkt weiter zum Weltcup nach Brünn. Ziel war eine Top-Zehn-Platzierung. Auf der Mittelstrecke kam Sturm gut in das Rennen und überholte einige Konkurrenten. Der Lohn war  Rang acht.

Diese Platzierung wiederholte er auf der Langstrecke. „Das waren meine beiden besten Ergebnisse im World-Cup und brachten mich in der Gesamtwertung bis auf Platz eins.“

Nach der WM rutschte er allerdings auf Platz drei ab. „Ich hoffe, das ich diesen Platz halten kann.“

Die nächsten Rennen stehen im September und Oktober an. Höhepunkt wird die deutsche Meisterschaft Anfang Oktober sein. Dort will Sturm um eine Medaille kämpfen.

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