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Bahn-WM: Grabosch holt in Apeldoorn Bronze im Sprint

Pauline Grabosch freut sich über WM-Bronze im Sprint. (Foto: UCI/Facebook)

Es hat geklappt: Pauline Grabosch vom RSV Osterweddingen/Team Erdgas.2012 hat bei den UCI-Titelkämpfen in Apeldoorn (Niederlande) ihre zweite Medaille gewonnen – ihre erstes Einzel-Edelmetall.

Im Sprintturnier sicherte sich die 20-Jährige Bronze, in dem sie im kleinen Finale Wai Sze-Lee aus Hongkong mit 2:0 schlug.

„Ich hatte nichts zu verlieren, aber ich wollte auf keinen Fall wieder einen vierten Platz belegen.“ Pauline Grabosch

Lediglich im Halbfinale musste sich Grabosch der alten und neuen Weltmeisterin Kristina Vogel, mit der sie zusammen am Mittwoch Gold im Teamsprint geholt hatte, mit 0:2 geschlagen geben.


Die Entscheidung um WM-Bronze im Sprint.

Grabosch zeigte sich überrascht: „Ich hätte niemals mit Bronze gerechnet, aber ich bin über mich hinausgewachsen, habe mich von Lauf zu Lauf gesteigert. Ich hatte nichts zu verlieren, aber ich wollte auf keinen Fall wieder einen vierten Platz belegen wie letztes Jahr in Berlin. Und es ist eine Medaille geworden, eine Medaille bei einer Weltmeisterschaft.“

Und es könnten noch welche dazu kommen. Zwei weitere Mal geht Grabosch noch aufs Oval. Am Samstag in ihrer Parade-Disziplin, dem 500-Meter-Sprint, wo sie Junioren-Weltrekordhalterin ist, und am Sonntag im Keirin.

Grabosch feierte im Dezember 2016 auf dem nagelneuen Belag von Apeldoorn über 500 Meter den ersten Weltcup-Sieg ihrer Karriere, kennt also als eine von ganz wenigen die Tücken. „Das ist natürlich kein Nachteil, zu wissen, dass ich hier schon schnell gefahren bin. Das ist gut für den Kopf.“

Nach vier WM-Titeln in der Nachwuchsklasse fuhr Grabosch bei ihrer WM-Premiere 2017 in Hongkong im Zeitfahren auf Platz sechs. Es folgten der U-23-EM-Titel im Sprint, zweimal Silber bei der EM im Oktober in Berlin – und dann ein fast phänomenale Weltcup-Saison mit zwei Siegen im Teamsprint und einem im Sprint.

Vogel gewann indes die Neuauflage des Vorjahresfinales. „Diese Medaille widme ich Jochen Wilhelm, unserem Thüringer Trainer, der im letzten Jahr gestorben ist“, sagte sie anschließend.

Die 27-jährige Erfurterin besiegte die Australierin Stephanie Morton 2:1 und schloss mit nunmehr elf WM-Goldmedaillen zur bislang erfolgreichsten Radsportlerin Anna Meares (Australien) auf. Am Sonntag hat Vogel die Chance, Meares zu überflügeln: Mit dem Sieg im Keirin.

„Wenn es in Apeldoorn nicht klappt, dann eben nächstes Jahr in Pruszkow in Polen,“ gibt sich Vogel ganz . „Aber ich will die erfolgreichste Bahnsportlerin aller Zeiten werden.“

Erstaunlich ist, dass sie trotz ihrer Erfolge immer noch nervös wird, wenn sie zum Start rollt. „Man könnte denken, ich werde aufgrund der Erfolge von Jahr zu Jahr kaltschnäuziger. Stattdessen werde ich von Jahr zu Jahr nervöser, weil die Fallhöhe so steigt“, sagt Vogel. Die Erfolge sind eben auch eine große Bürde. (bdr-medienservice/lvr/st)

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