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Bahn-EM in Berlin: Zweimal Silber für Pauline Grabosch

Pauline Grabosch. (Fotoquelle: BDR)

Bei der Bahn-EM in Berlin hat Pauline Grabosch vom RSV Osterweddingen zwei Silbermedaillen gewonnen.

Die seit 2016 für den RSC Turbine Erfurt startende Junioren-Weltmeisterin des vergangenen Jahres holte im 500-Meter-Zeitfahren den Vizetitel.

Eine zweite Silbermedaille erhielt Grabosch für ihren Einsatz im Teamsprint mit Miriam Welte und Kristina Vogel.

Im Keirin belegte Grabosch den siebten im Sprint den vierten Platz.

Zum Angriff auf den Thron von Sprint-Queen Kristina Vogel hat es für das erst 19 Jahre alte Riesentalent bei den Bahnrad-Europameisterschaften in Berlin nicht gereicht – noch nicht„, schreibt die Deutsche Presse Agentur (DPA).

Bundestrainer ist erfreut

Doch selbst Vogel spürte bereits den Druck durch die Konkurrenz im eigenen Lager. „Die Jungen kommen von unten geballt nach. Von Jahr zu Jahr wird es schwieriger“, sagte Vogel nach ihrem EM-Doppeltriumph.

Bundestrainer Detlef Uibel sieht bereits Parallelen zu Superstar Vogel (26). „Auch Kristina war damals sehr erfolgreich im Juniorenbereich“, sagte Uibel. Die neue Konkurrenzsituation freut den Chefcoach: „Es ist gut, dass zu den beiden Etablierten die Pauline hinzukommt und Unruhe stiftet.“

„Ich sehe die Konkurrenz nicht als Hindernis, sondern eher als Ansporn“, sagt Grabosch, die nebenbei noch im Abi-Stress steckt. Die gebürtige Magdeburgerin strebt einen Abschluss mit der Note 1,3 an.

„Wenn man Vollgas auf der Bahn gibt, kann man auch Vollgas in der Schule geben“, sagt das Sprachtalent. Neben Englisch und Französisch hat sie auch Chinesisch gelernt.

Erfolgreichste EM für den BDR

Für den Bund Deutscher Radfahrer war dies mit zwölf Medaillen – fünf Gold,- vier Silber und drei Bronzemedaillen – die erfolgreichste Europameisterschaft seit Einführung der Kontinental-Meisterschaften für die Eliteklassen im Jahr 2010.

2014 auf Guadeloupe holte Deutschland zwar eine Medaille mehr (13), belegte aber mit drei Gold-, vier Silber- und sechs Bronzemedaillen nur Platz drei im Nationenranking.

Vize-Europameister im Teamsprint: Grabosch mit Kristina Vogel und Miriam Welte (Fotos: BDR)

„Das ist eine sehr stolze Bilanz und der verdiente Lohn für die hervorragende Arbeit unserer Athletinnen und Athleten und unsere Bundestrainer in den Vorbereitungen auf diese für uns so wichtige Meisterschaft“, lobte BDR-Präsident Rudolf Scharping das Abschneiden von Berlin.

„Wir haben hier gezeigt, dass wir zur internationalen Spitze gehören“, zog BDR-Sportdirektor Patrick Moster ein ebenfalls positives Fazit dieser Heim-EM.  „Vor allem in den Kurzzeit-Disziplinen haben unsere Athletinnen und Athleten die Erwartungen übertroffen.“ (st/BDR-Medienservice/dpa)

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Die deutschen Medaillengewinner bei der Bahn-EM in Berlin

Goldmedaillen
Kristina Vogel – Keirin und Sprint
Miriam Welte – 500-Meter-Zeitfahren
Maximilian Levy – Keirin
Franz Schiewer/Gerhard Gessler – Steher

Silbermedaillen
Joachim Eilers – 1000-Meter-Zeitfahren
Joachim Eilers, Maximilian Levy, Robert Förstemann – Teamsprint
Pauline Grabosch – 500-Meter-Zeitfahren
Kristina Vogel, Miriam Welte, Pauline Grabosch – Teamsprint

Bronzemedaillen
Maximilian Beyer – Punktefahren
Stefan Schäfer/Peter Bäuerlein – Steher
Domenic Weinstein – Einerverfolgung

 

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